Havanna (dpa) - Papst Benedikt XVI. hat den früheren kubanischen Präsidenten Fidel Castro in Havanna besucht. Castro hatte zuvor mitgeteilt, Benedikt um einen kurzen Besuch gebeten zu haben.

Castro hatte sich 1998 in einer historischen Begegnung mit Papst Johannes Paul II. getroffen.

«Gerne werde ich Seine Exzellenz Papst Benedikt XVI. begrüßen», hatte der historische Revolutionsführer in einem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar geschrieben. «Er ist ein Mensch, bei dem der Kontakt mit den Kindern und den ärmlichen Bürgern des Volkes unveränderlich Gefühle der Zuneigung geweckt hat. Deshalb entschied ich, ihn um einige Minuten seiner sehr knappen Zeit zu bitten.»

In dem Kommentar hatte Fidel zuvor ausgeführt, er sei in den 1960er Jahren zu der Überzeugung gekommen, dass Marxisten und Christen gemeinsam für Frieden und Gerechtigkeit kämpfen sollten. Mit Präsident Raúl Castro, dem Bruder und Nachfolger Fidels, war der Papst zuvor bereits mehrfach zusammengetroffen, zuletzt am Dienstagabend bei einem privaten Gespräch im Palast der Revolution. Dabei sei auch über die humanitäre Lage in Kuba gesprochen worden, nicht aber über konkrete Fälle politischer Gefangener, berichtete Papst-Sprecher Federico Lombardi. Der Papst habe angeregt, den Karfreitag auch in Kuba zum Feiertag zu machen.

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