London (dpa) - Mit Spezialtechnik will der französische Energiekonzern Total gegen eine drohende Umweltkatastrophe in der Nordsee vor Schottland vorgehen. Nach dem Leck an einer Gasplattform habe der Konzern das Überwachungsschiff «Highland Fortress» in Stellung gebracht, sagte ein Total-Sprecher.

Das Schiff verfüge auch über ein ferngesteuertes Mini-U-Boot, mit dem Unterwasseraufnahmen gemacht werden können. Diese Technik sei aber bisher nicht zum Einsatz gekommen, sagte ein Total-Sprecher.

Aus allen Konzernbereichen zusammengezogene Experten berieten derzeit darüber, wie das Problem in den Griff zu bekommen sei. In Frage komme eine Entlastungsbohrung, die aber bis zu sechs Monate dauern könne. Auch ein sogenannter «Kill» mit einer Schlamminjektion komme in Betracht. Eine Entscheidung, für welche Methode sich der Konzern entscheide, sei aber noch nicht getroffen. Bestes Szenario sei, dass der Gasfluss von alleine versiege, hieß es.

Am Sonntag war an der Gasplattform 240 Kilometer östlich der Stadt Aberdeen ein Leck bemerkt worden. Umgehend brachte Total die 238 Arbeiter in Sicherheit. Tags darauf räumte auch der Shell-Konzern zwei benachbarte Plattformen. Die Küstenwache errichtete eine Sperrzone von drei Meilen rund um die Bohrinsel für Flugzeuge und von zwei Meilen für Schiffe.

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