Mainz (dpa) - Wer in die Kasse seines Arbeitgebers greift, darf auch ohne vorherige Abmahnung fristlos entlassen werden. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz in Mainz hervor. Zwar sieht das Bundesarbeitsgericht die vorherige Abmahnung im Vergleich zur fristlosen Kündigung als das verhältnismäßigere Mittel an. Nach dem Mainzer Richterspruch gilt dies aber nicht, wenn der Griff in die Kasse das Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber nachhaltig zerstört hat. Die Klägerin hatte nach den Feststellungen des Gerichts insgesamt 7100 Euro in die eigene Tasche gesteckt.