Frankfurt/Main (dpa) - Die Euro-Schuldenkrise hat den Gewinn der Dekabank 2011 drastisch geschmälert. Das wirtschaftliche Ergebnis sackte im Vergleich zu dem von Sondereffekten geprägten Rekordjahr 2010 um fast 60 Prozent auf 383,1 Millionen Euro ab, wie der Fondsdienstleister der Sparkassen mitteilte.

Damit verfehlte das Institut nicht nur seine eigene Prognose von rund 400 Millionen bis 500 Millionen Euro, sondern lieferte auch das zweitschlechteste Ergebnis seit 2006, als HSH-Nordbank-Manager Franz Waas das Ruder übernahm.

Waas war am Montag überraschend der Stuhl vor die Tür gesetzt worden - nicht wegen schlechter Zahlen, sondern wegen eines Streits um Boni in Millionenhöhe. Eine Ergebnisprognose für das laufende Jahr wollte der amtierende Deka-Vorstand am Dienstag nicht abgeben, der Grundstein für «moderates Wachstum» sei jedoch gelegt.

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