Dallas (dpa) - Nach der deutlichen 75:94-Heimpleite der Dallas Mavericks gegen die Los Angeles Clippers stellte sich Trainer Rick Carlisle selbst an den Pranger.

«Ich habe darauf gewartet, dass jemand hervortritt und Randy Foye stoppt. Aber es trat keiner hervor, daher ist es meine Schuld. Wenn wir nicht besser aufpassen und ein Gegenspieler, der einen solchen Lauf hat, nicht physisch angegangen wird, ist es die Schuld des Headcoaches», sagte Carlise und übernahm damit die Verantwortung für den Rückschlag im Kampf um die Play-Off-Plätze in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA.

Drei Tage nach dem Last-Minute-Sieg gegen Orlando Magic lieferte der Meister vor heimischer Kulisse einen teilweise peinlichen Auftritt. «Wir haben an beiden Enden des Spielfelds nichts hingekriegt. Es war, als ob man mit dem Messer zu einer Schießerei gehen würde. Man verliert, egal was passiert», fasste Dallas-Profi Shawn Marion das Geschehen zusammen.

Ohne Jason Kidd (Leistenverletzung) und Lamar Odom (Magen-Darm-Erkrankung) stand Superstar Dirk Nowitzki bei den Mavericks allein auf weiter Flur und konnte als bester Werfer mit 19 Punkten die Niederlage nicht verhindern. Die Clippers hatten in Foye (28 Punkte) einen noch treffsichereren Schützen in ihren Reihen und brachten eine geschlossene Mannschaftsleistung auf das Parkett.

Ganz anders die Mavericks. «Wir waren in allen Belangen schlecht. Manchmal bekommt man den Hintern versohlt. Und dafür gibt es keine Entschuldigung, egal ob jemand gefehlt hat oder nicht. Wenn man abstinkt, stinkt man ab. So einfach ist das», erklärte Carlisle.

Dallas rutschte mit 30 Siegen und 24 Niederlagen in der Western Conference wieder auf den sechsten Platz hinter den Memphis Grizzlies (29-22) zurück. Die Clippers (32-21), die ihre Negativserie gegen Dallas von zehn Auswärtsniederlagen in Serie eindrucksvoll beendeten, sind nach dem sechsten Erfolg nacheinander Vierter.