Frankfurt/Main (dpa) - Nach den deutlichen Gewinnen zu Wochenbeginn haben die wichtigsten deutschen Aktienindizes am Dienstag keine einheitliche Richtung gefunden. Der Dax litt unter leichten Gewinnmitnahmen und sank um 0,35 Prozent auf 7032 Punkte.

Am Montag hatten gute Konjunkturdaten das Börsenbarometer noch um 1,58 Prozent angetrieben und den Leitindex an sein gutes erstes Quartal anknüpfen lassen. Der MDax gewann dagegen zuletzt 0,21 Prozent auf 10 896 Punkte, und der TecDax stieg um 0,55 Prozent auf 802 Punkte.

«Schon kleine Verkaufsaufträge können den Gesamtmarkt drücken», sagte Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade. Auch andere Börsianer sprachen von vorösterlicher Ruhe und nur geringer Handelsaktivität. Nachdem am Montag Konjunkturdaten aus China und den USA gezeigt hätten, dass der Wirtschaftsmotor weiter laufe, seien Gewinnmitnahmen auf dem derzeitigen Kursniveau durchaus nachvollziehbar.

Am Dax-Ende fielen die Aktien der Commerzbank um 2,20 Prozent auf 1,87 Euro. Die WestLB hat ihr Kursziel für die Titel auf 2,70 Euro gesenkt, billigt der zum Kauf empfohlenen Aktie damit aber noch großes Potenzial zu. Dass die Europäische Kommission nun nicht mehr den Verkauf der Tochter Eurohypo fordere, sondern deren Abwicklung, reduziere die Unsicherheit, schrieb Analyst Neil Smith in einer Studie. Allerdings verblieben bedeutende Risiken für das Institut.

Als Favorit im Leitindex kletterten Lufthansa-Titel 1,86 Prozent. Positiv wirke der Bericht der internationalen Luftfahrtorganisation IATA für Februar, in dem von einer «starken Entwicklung» in der Branche gesprochen wird. Ferner legten die Bayer-Titel um 1,11 Prozent zu. Der Pharma- und Chemiekonzern strebt die Zulassung für das Krebsmittel Regorafenib in verschiedenen Anwendungsformen an.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,53 (Montag: 1,55) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 131,33 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,07 Prozent vor auf 138,35 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3315 (1,3319) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7510 (0,7508) Euro.