Bitterfeld-Wolfen (dpa) - Der hoch verschuldete Solarkonzern Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) will heute beim Amtsgericht Dessau die Insolvenz beantragen. Das hatte das börsennotierte Unternehmen am Montag angekündigt.

Das Management will mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter an einem Fortbestand des Unternehmens arbeiten. Unklar ist bislang, welche Auswirkungen eine Insolvenz auf die Arbeitsplätze haben wird. Q-Cells direkt beschäftigt nach Angaben einer Sprecherin 1300 Menschen, weitere 400 bei der Solarfirma Solibro und 500 Mitarbeiter in Malaysia. Weitere rund 100 Menschen seien weltweit an verschiedenen Orten für das Unternehmen tätig.

Nach Solarhybrid, Solar Millennium und Solon ist Q-Cells die vierte größere Pleite in der deutschen Solarbranche. Q-Cells hatte am Freitag sein Sanierungskonzept für gescheitert erklärt. Grund sei ein Rechtsstreit mit Gläubigern. 2011 hatte Q-Cells einen Verlust von 846 Millionen Euro ausgewiesen, der Umsatz war um ein Viertel auf rund eine Milliarde Euro eingebrochen. Q-Cells fertigt Solarzellen und -module sowie Anlagen, mit deren Hilfe aus der Kraft der Sonne Energie erzeugt werden kann.