Damaskus/Istanbul (dpa) - Die syrische Führung hat für den 10. April eine Waffenruhe angekündigt, doch erst einmal gehen die Kämpfe im Land weiter. Aktivisten meldeten, in den Provinzen Daraa, Idlib und Damaskus-Land habe es Gefechte zwischen den Regierungstruppen und Deserteuren gegeben.

In Idlib sollen ein Mädchen und ein Mann von den Truppen des Regimes getötet worden sein. Außerdem seien bei einem Angriff von Deserteuren auf einen Truppentransporter mehrere Soldaten getötet worden. Die Zahl der Toten vom Montag bezifferten die sogenannten Revolutionskomitees auf 55, darunter sieben Kinder.

Der Syrien-Sondergesandte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Kofi Annan, hatte am Montag erklärt, das Regime von Präsident Baschar al-Assad habe einer Waffenruhe vom 10. April an zugestimmt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte zuvor betont, die syrische Regierung sei verpflichtet, «den ersten Schritt zu tun» und die Armee aus den Städten abzuziehen.

Beobachter gehen davon aus, dass der Druck aus Russland Assad zum Einlenken bewogen hat. Syrische Medien meldeten unterdessen, an diesem Mittwoch werde ein von Annan geschicktes Team in Damaskus erwartet, um die Details der Beobachtermission zur Überwachung der Waffenruhe zu besprechen.

Bericht der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana zur Sitzung des Sicherheitsrates