Frankfurt/Main (dpa) - Der Presserat hat im Zusammenhang mit der Berichterstattung über den Mord an einer Elfjährigen in Emden vor Vorverurteilungen gewarnt. Die Medien müssten die Unschuldsvermutung wahren, bis die Schuld eines Verdächtigen bewiesen ist, sagte die Sprecherin des Selbstkontrollgremiums, Ursula Ernst, der «Frankfurter Rundschau». Zugleich sei es jedoch nicht zulässig, den Medien eine Teilschuld an vorschnellen Veröffentlichungen der Polizei zu geben. Es hatte sich herausgestellt, dass der zunächst verhaftete junge Mann unschuldig ist.