Augusta (dpa) - Nach dem gelungenen Auftakt beim US-Masters trauerte Deutschlands Golf-Star Martin Kaymer den verpassten Chancen auf der ersten Runde nach.

«Drei oder vier Schläge weniger wären da draußen schon noch drin gewesen. Deshalb bin ich insgesamt etwas enttäuscht», kommentierte Kaymer seinen Auftritt am Donnerstag. Wie Tiger Woods und Altmeister Bernhard Langer durfte Kaymer am Ende des ersten Tages beim ersten Major-Turnier des Jahres 72 Schläge auf seiner Scorerkarte notieren.

Damit lag das Trio zunächst auf dem geteilten 29. Platz - fünf Schläge hinter Spitzenreiter Lee Westwood aus England. Kaymer darf immerhin darauf hoffen, im fünften Anlauf endlich erstmals den Halbzeit-Cut bei der mit acht Millionen Dollar dotierten Veranstaltung in Augusta (US-Bundesstaat Georgia) zu überstehen. «Ich fühle mich so gut wie noch nie. So leicht wie heute hat sich der Platz für mich noch nie gespielt», äußerte er sich zuversichtlich.

Bei seinen bisherigen vier Starts an der Magnolia Lane war der 27-Jährige aus Mettmann stets am Cut gescheitert. Im fünften Anlauf zeigte sich Frühaufsteher Kaymer bei seinem Abschlag um kurz vor neun Uhr aber hellwach, auch wenn er gleich am ersten Loch ein Bogey kassierte.

Doch dann fand der Rheinländer schnell seinen Rhythmus und sich nach vier Birdies und einem weiteren Bogey zur Halbzeit mit zwei unter Par sogar als Führender auf dem Leaderboard wieder. «Das ist für mich eine ganz neue Erfahrung», kommentierte er das glänzende Zwischenergebnis.

Auf der zweiten Hälfte des schwierigen Par-72-Kurses konnte der Weltranglistensechste sein Spiel dann aber nicht mehr ganz durchbringen. Zwei Bogeys an Loch 12 und 13 warfen ihn wieder zurück. Doch Kaymer zeigte Kämpferqualitäten und meldete sich umgehend mit dem fünften Birdie zurück.

Ausgerechnet am 16. Loch, wo er im Training mit einem Hole-in-One Selbstvertrauen getankt hatte, unterlief ihm jedoch erneut ein Bogey. «An der 17 und der 18 sind mir dann zwei sehr wichtige Putts zum Par gelungen. Ansonsten habe ich aber einige Versuche zu kurz gelassen», konstatierte Kaymer bei der Rückkehr ins Clubhaus.

Glich Kaymers Auftaktrunde mit jeweils fünf Birdies und Bogeys einer Achterbahnfahrt, war Golf-Senior Langer die Konstanz in Person. Zwei Ausreißer nach unten, zwei nach oben und an den restlichen 14 Löchern jeweils ein Par lautete die Bilanz des 54-Jährigen aus Anhausen auf der ersten Runde.

Gleichauf mit den Deutschen liegt Superstar Woods in Lauerstellung. «Heute habe ich wirklich gekämpft. Ich weiß, wie man diesen Platz spielen muss. Aber mir sind ein paar Fehler unterlaufen. Ich habe ein paar schlechte Schwünge gemacht», bilanzierte der Amerikaner.

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