Ehingen/Stuttgart (dpa) - Bei der Suche nach einem Investor für die insolvente Drogeriekette Schlecker ist das Düsseldorfer Beratungs- und Investmenthaus Droege einem Zeitungsbericht zufolge nicht in der engeren Auswahl.

Wie die «Stuttgarter Nachrichten» (Samstag) unter Berufung auf Unternehmenskreise berichten, ist das von Droege unterbreitete Angebot so gering, dass es nur noch unter «ferner liefen» geführt werde. Nach Informationen des Blatts sind damit keine deutschen Bieter mehr in der engeren Auswahl, vielmehr seien nur noch zwei internationale Finanzinvestoren ohne ausgeprägte Handelskompetenz im Rennen. Von der Insolvenzverwaltung und der Droege-Gruppe war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Zuletzt hatte es vom Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz geheißen, derzeit seien fünf «ernstzunehmende» Interessenten im Spiel. Dabei handelt es sich um Finanzinvestoren und um Unternehmen mit Erfahrungen im Handelssektor, wie ein Geiwitz-Sprecher gesagt hatte. Der Insolvenzverwalter selbst wollte sich weder zu den Namen möglicher Investoren noch zu den aufgerufenen Kaufsummen äußern. Das Rennen werde nach derzeitigem Stand der Investor mit dem höchsten Preisangebot machen.

Das Düsseldorfer Beratungs- und Investmenthaus Droege hatte einen Bericht der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» bestätigt, ein schriftliches Gebot für die Schlecker-Gruppe eingereicht zu haben. «Wir sind in Orientierungsgesprächen», sagte eine Sprecherin der Droege International Group der Nachrichtenagentur dpa. Droege schließe nicht aus, die Kinder des Schlecker-Gründers, Meike und Lars Schlecker, mit ins Boot zu nehmen.

Bei der Investorenauswahl ist der Insolvenzverwalter auf die Zustimmung der Gläubiger angewiesen. Ein Abschluss ist für Mai vorgesehen. Nach der Kündigung von rund 11 000 Mitarbeitern sind nur noch etwa 13 500 Schlecker-Beschäftigte im Unternehmen verblieben.