Duisburg (dpa) - Herzrhythmusstörungen haben ein Comeback der achtmaligen Kanu-Olympiasiegerin Birgit Fischer verhindert und der 50-Jährigen wohl alle Chancen auf die Olympischen Spiele in London geraubt.

«Das ist kein gutes Ende für mich», sagte Fischer am Karfreitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) in Duisburg. Fischer hatte nach sechseinhalbjähriger Karrierepause eine Rückkehr auf den Paddelkanal angestrebt und für die ersten nationalen Ausscheidungswettkämpfe am Freitag und Samstag in Duisburg gemeldet. Am Donnerstag hatte sie wegen ihrer Beschwerden auf Anräten mehrerer Ärzte überraschend abgesagt. «Da sind bei einem Routinecheck Dinge zutage getreten, von denen ich nichts geahnt habe», sagte Fischer.

Gänzlich auf eigene Gefahr wollte sie in Duisburg auch nicht antreten: «Wenn zwei, drei Ärzte sagen, ich soll nicht starten, könnte ich mich zwar bockig stellen - aber ganz ehrlich: So wichtig ist das dann auch nicht», meinte Fischer, die sich nun weiteren Untersuchungen unterziehen will. «Dann wird man weitersehen.»

Fischers Ziel war es, im August beim Großereignis an den Start zu gehen. Ein Hintertürchen bleibt der Kanutin noch: Sollte sie bei der zweiten nationalen Qualifikation Ende April ebenfalls in Duisburg wieder antreten können und überragende Leistungen abliefern, hätte sie noch kleine Chancen auf eine Olympia-Nominierung. Ein Start sei aber wegen der Befunde unwahrscheinlich, ließ Fischer durchblicken.

Erfolge von Birgit Fischer