Erfurt (dpa) - Zehn Jahre nach dem Amoklauf im Erfurter Gutenberg-Gymnasium befinden sich noch sechs Zeugen der Bluttat in psychologischer Behandlung. Das berichtet das Nachrichtenmagazin «Focus» unter Berufung auf die Thüringer Unfallkasse. Unmittelbar nach dem Verbrechen hätten fast die Hälfte der 700 Schüler unter posttraumatischen Belastungsstörungen gelitten. Die Unfallkasse habe bisher 5,6 Millionen Euro für Betreuung und Entschädigung der Opfer gezahlt. Darin enthalten sind Renten in Höhe von 2,2 Millionen Euro, etwa Hinterbliebenenrenten für Angehörige der 16 Getöteten.