Wien (dpa) - Der Sänger und Schauspieler Konstantin Wecker (64) will nicht plötzlich und unerwartet oder im Schlaf sterben. «Ich glaube nicht, dass ich so sterben möchte», sagte Wecker der österreichischen Zeitung «Kurier».

«Für mich wäre es wichtig, Sachen zu bereinigen, mich zu verabschieden und zu entschuldigen. Wir werden alle in der Todesstunde erleuchtet werden - das muss wahnsinnig spannend sein.»

Der Liedermacher, der sich seit vielen Jahren für die Hospizbewegung engagiert, rief dazu auf, das Thema Tod auch vor Kindern nicht zu tabuisieren. «Wer Kinder hat, weiß, wie unglaublich leicht und selbstverständlich sie mit dem Thema Tod umgehen. Es ist nur die Angst der Eltern, sich mit ihren Kindern damit auseinanderzusetzen, weil sie es nicht können.»

Und was würde Wecker noch erleben wollen, wenn er wüsste, dass er nur noch kurze Zeit zu Leben hätte? «Nichts, ich habe alles erlebt. Aber ich glaube, ich habe in meinem Herzen noch immer zu wenig geliebt. Denn Liebe ist das einzig Erstrebenswerte im Leben.»

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