Köln (dpa) - Profi-Boxer Felix Sturm bleibt Superchampion nach Version der WBA im Mittelgewicht. Der 33 Jahre alte Kölner besiegte seinen deutschen Herausforderer Sebastian Zbik in Köln durch technischen K.o. nach neun Runden.

Zbiks Trainer Artur Grigorian nahm seinen Schützling in der Pause zur zehnten Runde aus dem Kampf. Sturm verteidigte seinen Titel mit dem 37. Sieg im 41. Profikampf zum zwölften Mal. Für den 30 Jahre alten Zbik aus Neubrandenburg war es dagegen die zweite Niederlage im 32. Profikampf.

«Felix hat mich hinten raus klar beherrscht», sagte Herausforderer Zbik enttäuscht. Der Mecklenburger konnte dem Superchampion konditionell nicht Paroli bieten. Wie erwartet bestimmten die Rivalen das temporeiche Duell mit technischen Mitteln. Zbik attackierte den Champion zu Beginn mit Schlagkombinationen, während Sturm vor allem mit seiner linken Führhand punktete. Ab der dritten Runde verschaffte sich der Titelverteidiger Vorteile und traf seinen Gegner mehrfach.

Sturm war beweglicher und aktiver als in den vorangegangenen Kämpfen, in denen er nicht überzeugen konnte. Schon ab Runde fünf offenbarte Zbik konditionelle Schwächen und musste mehrere klare Treffer hinnehmen. Nach neun Runden befürchtete Trainer Grigorian eine K.o.-Niederlage seines Athleten und beendete das Gefecht.

Das Duell in der Lanxess-Arena war unter dem Motto «Bad Blood» (Böses Blut) vom Fernsehsender Sat.1 beworben worden. Im Vorfeld des Kampfes hatten sich beide Boxer Beleidigungen an den Kopf geworfen. Die einstigen Stall- und Trainingsgefährten Sturm und Zbik verbindet mittlerweile eine tiefe Abneigung. Auch deshalb, weil Zbiks früherer Trainer Fritz Sdunek mittlerweile in Sturms Ecke steht. Dafür wurde der ehemalige WBC-Champion aus Neubrandenburg von Artur Grigorian, lange Jahre Weltmeister unter der Regie Sduneks, betreut.