Flensburg (SID) - Der frühere deutsche Handball-Meister SG Flensburg-Handewitt hat das Verfolgerduell des 28. Bundesliga-Spieltags gegen die Füchse Berlin gewonnen und damit einen großen Schritt zur Vize-Meisterschaft hinter dem souveränen Spitzenreiter THW Kiel gemacht. Flensburg setzte sich am Samstag in der heimischen Campushalle nach einer grandiosen Aufholjagd 28:25 (12:17) durch und verdrängte mit nun 45:11 Punkten die Füchse (44:12) vom zweiten Platz. Die Kieler (54:0), denen der Titel nur noch theoretisch zu nehmen ist, haben ihr Heimspiel gegen die HSG Wetzlar auf den 16. Mai (20.15 Uhr) verlegt.

Bis auf einen Punkt an die Berliner rückte der HSV Hamburg (43:13) heran, der beim TV Großwallstadt problemlos 34:26 (18:11) gewann. Den fünften Platz festigten die Rhein-Neckar Löwen (39:15) durch ein 30:24 (16:8) gegen den TuS-N-Lübbecke. Hoffnung im Abstiegskampf schöpfte der TV Hüttenberg durch ein 28:28 (16:14) gegen Altmeister VfL Gummersbach. Hüttenberg (14:42) liegt fünf Punkte hinter dem TSV Hannover-Burgdorf (19:37), der nach einem 22:29 (14:15) gegen den SC Magdeburg weiter den letzten Nichtabstiegsplatz belegt.

Vor 6251 Zuschauern lag Flensburg bereits mit sieben Treffern zurück (12:19/33.), ehe der Meister von 2004 das Spiel mit einer fulminanten Schlussphase für sich entschied. Lars Kaufmann traf siebenmal für die SG, bei den Gästen erzielte Kaufmanns Nationalmannschafts-Kollege Sven-Sören Christophersen ebenfalls sieben Treffer.

Überragender Spieler der Hamburger war der dänische Europameister Hans Lindberg mit 14 Toren, Großwallstadts Michael Spatz traf zwölfmal. Für die Rhein-Neckar Löwen waren gegen Lübbecke der Kroate Ivan Cupic und der Norweger Bjarte Myrhol je fünfmal erfolgreich.