Berlin (dpa) - Bei den Linken wächst der Druck auf Oskar Lafontaine, sich zu seinen Zukunftsplänen zu äußern. Der saarländische Fraktionschef will erst nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 13. Mai erklären, ob er nach dem Rücktritt von Gesine Lötzsch für den Parteivorsitz kandidieren wird.

Die stellvertretende Vorsitzende Katja Kipping kritisierte das nach Informationen des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» in einer Telefonkonferenz der Landesvorsitzenden als falsche Strategie. Im Hinblick auf die Wahlkämpfe müsse zügig geklärt werden, mit wem die Partei in die Zukunft gehe.

Auch der Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, Steffen Bockhahn, hält die Abhängigkeit von Lafontaines Entscheidung für fatal. «Eine Partei muss dafür sorgen, dass sie eigenständig agiert und nicht darauf wartet, was einer sagt», zitierte ihn das Blatt. «Wir brauchen keinen Erlöser.»