Liverpool (SID) - Das ebenso berühmte wie umstrittene Galopp-Jagdrennen Grand National in Aintree bei Liverpool ist erneut vom Tod zweier Pferde überschattet worden. Beim Triumph des elf Jahre alten Schimmels Neptune Collonges unter Jockey Darryl Jacob nach Zielfoto-Entscheid vor Sunnyhillboy (Richie McLernon) mussten der Mitfavorit Synchronised und According to Pete nach Stürzen am berüchtigten Bechers Brook eingeschläfert werden. Das Rennen forderte zahlreiche Opfer, nur 15 der gestarteten 40 Pferde erreichten das Ziel nach 7400 Metern und 29 Hindernissen.

Nach den tragischen Vorfällen meldeten sich traditionell auch die Tierschützer in England wieder zu Wort und forderten eine Überprüfung der Rennbedingungen. "Der Tod von zwei Pferden im Grand National ist absolut inakzeptabel", sagte Gavin Grant, Vorsitzender des Tierschutzbundes RSPCA, dem Sender BBC. Man müsse das derzeitige Format mit den schwierigen Sprüngen dringend prüfen. Andere Tierschutzgruppen bezeichneten das Rennen als "die schlimmste Form der Massenunterhaltung".

Neptune Collonges aus dem Stall von Paul Nicholls rang Sunnyhillboy in der wohl knappsten Entscheidung in der Geschichte des Grand National erst im letzten Galoppsprung nieder. Dritter wurde Seabass mit Kate Walsh im Sattel. "Das war definitiv sein letztes Rennen", sagte Nicholls, der durch den Erfolg in dem mit fast einer Million Pfund dotierten Rennen vermutlich erneut Trainingschampion wird.