Fürth (dpa) - Ausgelassener Aufstiegsjubel in Fürth: Nach der erhofften Schützenhilfe von Dynamo Dresden gegen Fortuna Düsseldorf ist der SpVgg Greuther Fürth der erstmalige Aufstieg in die Fußball-Bundesliga nicht mehr zu nehmen.

Unmittelbar nach dem 2:1-Sieg von Dresden startete die Fürther Mannschaft, die das Topspiel der 2. Liga am Montagabend im VIP-Raum ihres Stadions verfolgt hatte, mit ihren Fans eine spontane Aufstiegsparty. «Die Jungs sollen es krachen lassen», sagte Trainer Mike Büskens, der die Düsseldorfer Niederlage als Zuschauer in Dresden verfolgt hatte.

«Falls Düsseldorf verliert, drehen wir komplett durch und nehmen die ganze Stadt auseinander», hatte Abwehrspieler Stephan Schröck angekündigt. «Ich habe richtig Bauchschmerzen. Es ist unbeschreiblich», sagte er danach. Fürth, der Spitzenreiter der 2. Bundesliga, könnte an den letzten drei Spieltagen nur noch rechnerisch von einem der zwei direkten Aufstiegsränge verdrängt werden. Die Fürther (67 Punkte/69:23 Tore) gehen mit einem Vorsprung von neun Punkten und 31 Toren auf den Tabellendritten SC Paderborn (58/50:35) in den Liga-Endspurt. Düsseldorf kann die Franken nach der Niederlage in Dresden bei einem Rückstand von zehn Punkten nicht mehr einholen.

«Wir sind überglücklich. Ich war ja schon früh ein Optimist. Es gab in Fürth noch Leute, die haben mir nach dem letzten Spiel eine Wette angeboten, dass wir es wieder nicht schaffen», erklärte Büskens. «Ein Traum ist wahr geworden. Wir sind absolut stolz, dass wir es geschafft haben», sagte Fürths Manager Rachid Azzouzi. Die Dresdener Zlatko Dedic (7.) und Mickel Poté (70.) sorgten mit ihren Toren für den Fürther Aufstiegsjubel.

Der 44 Jahre alte Büskens, der Ende 2009 als Trainer nach Fürth gekommen war, befreite die Franken endlich von dem Alptraum, als «unaufsteigbar» zu gelten. Seit 2001 war Fürth in der 2. Liga siebenmal Fünfter und einmal Vierter geworden. «Für den Verein und für die Stadt ist der Aufstieg sensationell», sagte Büskens.

Die größten Erfolge in der Fürther Vereinsgeschichte waren bislang die drei deutschen Meistertitel 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Zur Spielvereinigung wurde der Club im Sommer 1996 durch den Beitritt der Leistungsfußballer des TSV Vestenbergsgreuth.