Berlin (dpa) - Das Finale um die deutsche Volleyball-Krone ist wieder offen, Generali Haching hat die erste Chance in Berlin vergeben. Mit einem 3:0 (25:22, 25:20, 25:16)-Sieg gegen die Bayern erzwangen die Berlin Volleys ein entscheidendes fünftes Match am Sonntag in Haching.

Vor der Saisonrekordkulisse von 7381 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle lieferten die Gastgeber eine Gala-Vorstellung ab. «Egal, ob wir Meister werden oder nicht. In diesem Moment haben wir schon das Optimale erreicht. Aber wir fahren nicht nach Haching, um dort Weißbier zu trinken», erklärte Manager Kaweh Niroomand.

Haching blieb wie schon beim ersten Finalauftritt in Berlin auch im vierten Playoff-Endspiel ohne Chance. «Wir haben zwar ordentlich gespielt. Aber die Berliner haben sehr gut abgewehrt. Wir sind nie nahe rangekommen», kommentierte Hachings Diagonalangreifer Christian Dünnes die Partie. Doch die Hoffnung auf den ersten Meistertitel für sein Team lebt: «Man spielt zu Hause ohnehin immer besser als auswärts.» In Haching hatten die Berlin Volleys ihre ersten beiden Finalspiele mit 0:3 und 1:3 verloren.

Die Gastgeber wurden im «Volleyball-Tempel» Schmeling-Halle von einer Riesenstimmung getragen. Insgesamt sahen 63 224 Fans die Heimspiele der Berliner in dieser Saison, das ist Bundesliga-Rekord. Die Hachinger Angriffsbemühungen scheiterten immer wieder am Block oder an der sicheren Annahme der Gastgeber. Nach gewonnenem ersten Satz machten die Hauptstädter nur eingangs des zweiten Abschnitts eine kurze Durststrecke durch. Doch vor allem dank der Aufschläge von Kawika Shoji und der wuchtigen Angriffe von Paul Carroll dominierten die Gastgeber das Geschehen dann immer deutlicher.

Im dritten Durchgang ließen die Berliner nichts mehr anbrennen. Über die Stationen 8:5, 16:10 und 23:15 machten sie vor einem begeisterten Publikum den erneuten Ausgleich in der Serie perfekt. Tomas Kmet verwandelte gleich den ersten Matchball mit einem Ass.