Hamburg (dpa) - Atomkraftgegner haben die Energiekonzerne aufgefordert, den Rückbau der abgeschalteten Atommeiler nicht von Schadensersatzklagen abhängig zu machen. Eon und Co zögerten den Abriss der Atomkraftwerke hinaus, um ihre Chancen auf Schadenersatz zu erhöhen. Das sagte der Sprecher der Organisation «ausgestrahlt», Jochen Stay, in Hamburg. Ein Eon-Sprecher hatte zuvor betont, endgültige Rückbauarbeiten könnten erst nach der gerichtlichen Entscheidung über die eingereichte Verfassungsklage erfolgen. Vom Bundesumweltministerium hieß es: Das Atomgesetz enthalte keinen konkreten Zeitpunkt für Stilllegung oder Abbau eines Kernkraftwerks.