Erfurt (dpa) - Wer Arbeitskollegen belästigt und bedrängt, muss nach einem Urteil des Bundesarbeitsgericht mit einer außerordentlichen Kündigung rechnen. In einem Stalking-Fall hatte ein Verwaltungsangestellter des Landes Hessen eine Leiharbeiterin mit einer Flut an E-Mails, mit Anrufen sowie dienstlich nicht begründeten Besuchen in ihrem Büro «in unerträglicher Art und Weise belästigt». Ein solches Verhalten könne eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen, entschied das Gericht.