Manama (SID) - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel wird sich mit seinen Vergleichen zwischen Bahrain und Brasilien den Ärger von Rekordstarter Rubens Barrichello zugezogen haben. Nahezu zeitgleich zu den Äußerungen des Champions in Bahrain gab Barrichello in seiner brasilianischen Heimat ein Interview, in dem er entsprechende Aussagen seiner früheren Kollegen als "schrecklich" geißelte.

"Das ist etwas ganz anderes. Bei uns gibt es keinen Krieg", sagte der 39-Jährige, der nach der Rekordzahl von 323 Grand-Prix-Rennen aus der Formel 1 in die Indy-Car-Serie gewechselt ist. Durch Bilder im europäischen Fernsehen entstehe "ein völlig falsches Bild von Brasilien".

Vettel hatte am Donnerstag zu möglichen Sicherheitsbedenken beim Rennen im Krisenstaat Bahrain gesagt: "Im Fahrerfeld ist es sowieso kein Problem. Außerhalb kann es vielleicht ein Risiko sein, aber das kann es überall sein, denken wir nur an Brasilien. Das ist manchmal auch nicht gerade ein Ort, an dem man unbedingt sein will."

Auch andere Piloten und Teamchefs wie McLaren-Boss Martin Whitmarsh hatten diesen Vergleich hergezogen. Am Rande des Rennens 2010 in Sao Paulo war ein Auto mit McLaren-Pilot Jenson Button bei der Rückfahrt von der Strecke nahe eines Armenviertels überfallen worden.