München (dpa) - Der Wechsel von Stürmer Claudio Pizarro vom Fußball-Bundesligisten Werder Bremen zum FC Bayern München ist nach Angaben des deutschen Rekordmeisters nicht perfekt.

«Es gibt keinen Vertrag. Es hat keine Gespräche gegeben und es ist auch nicht so, dass er am Montag bereits in München vorgestellt wird», erklärte Mediendirektor Markus Hörwick bei einer Pressekonferenz vor dem Ligaspiel der Münchner am Samstag in Bremen.

Der «Münchner Merkur» hatte berichtet, dass der 33 Jahre alte Peruaner zur neuen Saison an die Isar zurückkehren werde. Trainer Jupp Heynckes sprach immerhin davon, dass Pizarro «vielleicht» wieder für den Rekordmeister spielen werde. Er verwies auf turnusmäßige Gespräche mit der Vereinsführung, in denen Entscheidungen vorbereitet würden. «Es ist doch ganz klar, dass ich ein ganz klares Konzept habe, wie die Mannschaft im nächsten Jahr aussehen soll. Auf meiner Liste gibt es viele Namen. Ich diskutiere das aber nicht in der Öffentlichkeit. Ich habe die Angewohnheit, dann etwas zu bestätigen, wenn Transfers in trockenen Tüchern sind», erläuterte Heynckes.

Pizarro spielte bereits von 2001 bis 2007 sechs Jahre lang beim deutschen Rekordmeister, mit dem er damals den Weltpokal und jeweils dreimal die Meisterschaft und den DFB-Pokal gewann. In 174 Ligaspielen erzielte er 71 Tore. Vor elf Jahren mussten die Bayern 8,2 Millionen Euro an Bremen bezahlen, diesmal wäre der Angreifer ablösefrei.

Der Peruaner wollte sich zu den Spekulationen vor dem Spiel gegen die Bayern nicht äußern. Nach dem Donnerstag-Training sagte der mit 158 Toren erfolgreichste ausländische Bundesliga-Stürmer lediglich: «Ich sage dazu nichts.»