Neapel (SID) - Diego Maradona hat wieder Ärger in Italien. Neben der Verfolgung durch die Steuerbehörden sieht sich die argentinische Fußball-Legende auch mit privaten Problemen konfrontiert. Der uneheliche Sohn des Weltmeisters von 1986 machte erneut öffentlich seinem Unmut über die schwierige Beziehung zu seinem Vater Luft. "Ich bin von ihm enttäuscht", sagte Diego junior: "Mein Vater ist zwar in vielen Dingen großartig, in anderen Dingen aber ein kleiner Mensch."

Der 25-Jährige habe seinen Vater im Jahr 2003 das einzige Mal getroffen, seitdem herrsche wieder Funkstille. "In seinem Alter müsste man sich wie ein Mann verhalten und Verantwortung übernehmen. Er tut es nicht, das ist für mich eine tiefe Enttäuschung."

Maradona hatte während seiner Zeit beim SSC Neapel (1984 bis 1991) eine Affäre mit einer Neapolitanerin. Als sein Sohn zur Welt kam, verweigerte Maradona zunächst die Anerkennung der Vaterschaft, musste schließlich jedoch Unterhalt zahlen. Diego junior bemüht sich schon seit Jahren erfolglos um ein Wiedersehen mit dem Vater.

Erst Anfang des Monats ist in Neapel in Abwesenheit Mardonas die Neuauflage des Steuerprozesses gegen den früheren Nationalspieler auf den 17. Mai vertagt worden. Das Gericht nannte dabei technische Gründe für die Verschiebung des neu aufgerollten Verfahrens wegen Steuerschulden in Höhe von angeblich 38 Millionen Euro. Maradona hatte ursprünglich sein Erscheinen angekündigt.