Berlin/Unterhaching (SID) - Haching setzt auf den Heimvorteil, Berlin auf den Rückenwind des letzten Sieges: Mit breiter Brust gehen Generali Haching und die Berlin Recycling Volleys in den Showdown um die deutsche Volleyball-Meisterschaft. "Wir werden das letzte Spiel gewinnen", sagte Berlins Trainer Mark Lebedew vor dem fünften Endspiel am Sonntag (15.30 Uhr) in Unterhaching. Doch der Australier fügte gleich hinzu: "Beide Mannschaften haben es verdient, deutscher Meister zu werden. Egal ob Berlin oder Haching, es wird einen würdigen Meister geben."

In wenigen Stunden waren die Tickets für das letzte Spiel der Saison vergriffen, zudem wird die Begegnung live im Internet übertragen - nach dem frühzeitigen Ausscheiden von Serienmeister VfB Friedrichshafen im Halbfinale gegen Berlin (1:3) ist die Endspielserie so spannend wie lange nicht mehr. "Es tut dem deutschen Volleyball sehr gut und ist schöne Werbung", sagte Berlins Manager Kaweh Niroomand, der mit seinem Verein bei den Heimspielen einen Zuschauer-Saisonrekord (63.224) aufstellte.

Trotz der deutlichen 0:3-Pleite und dem vergebenen Matchball am Mittwoch in Spiel vier der Serie nach dem Modus "best of five" glauben die Rand-Münchner in ihrer Halle an den ersten Meistertitel. "Ich fiebere dem immens entgegen. Die ersten Titel sind immer die schönsten", sagte Hachings Kapitän Max Günther. Das 0:3 sei dabei nicht unbedingt schlimm gewesen: "Es war besser als eine ganz knappe Niederlage. So war Berlin das eindeutig bessere Team und wir haben nun zu Hause die Chance, es besser zu machen."

Für die Recycling Volleys wäre es nach dem letzten Titel vor acht Jahren bereits die vierte Meisterschaft, deswegen aber nicht minder schön. "Wir werden alles dafür geben und nichts verschenken", sagte Niroomand. Eine besonders starke Leistung wird jedenfalls nötig sein, denn bisher hat es in der Endspielserie nur Heimsiege gegeben. Außerdem hat der dreimalige Pokalsieger Haching in der heimischen Arena zuletzt deutlich mit 3:0 und 3:1 gewonnen.