Köln (dpa) - Nach der Gewaltattacke auf den Fußball-Profi Michal Kadlec von Bayer Leverkusen hat der 1. FC Köln härtere Strafen für Hooligans gefordert.

«Es ist auch ein Thema der Justiz, entsprechend schnell zu urteilen und hart genug zu bestrafen», sagte Claus Horstmann, Geschäftsführer des Bundesligisten, der Nachrichtenagentur dpa. «Denn es war ein Problem in der Vergangenheit, dass viele Dinge eher bagatellisiert wurden.» Obwohl Kölner Hooligans unter anderem schon Busse von gegnerischen Fans attackiert hatten, sieht Horstmann «kein spezielles Kölner Problem».

Der tschechische Linksverteidiger Kadlec war bei einem Diskothekenbesuch in Köln unvermittelt von zwei Männern angegriffen worden, die in der Datei «Gewalttäter Sport» aufgeführt werden und zum Umkreis des 1. FC Köln zählen. Bei der Attacke erlitt Kadlec einen Nasenbeinbruch, der operiert werden musste. Der Profi hofft, mit einer Gesichtsmaske am Samstag gegen Hannover 96 spielen zu können.