München (dpa) - Der Schmiergeldprozess gegen den früheren BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky wird heute nach einem Monat Pause fortgesetzt. Das Gericht hofft nach einem halben Jahr Verhandlungsdauer mit mehr als 30 Prozesstagen auf ein baldiges Ende in dem Verfahren.

Ursprünglich war der Prozess nur bis Februar geplant, wurde aber mehrmals verlängert. Der 54-jährige Gribkowsky war als Vorstand bei der BayernLB dafür verantwortlich, die Anteile der Bank an der Formel 1 zu verkaufen, die der BayernLB als Pfand für einen Kredit an die Kirch-Gruppe zugefallen waren. Dabei soll Gribkowsky Formel-1-Chef Bernie Ecclestone zu Unrecht 66 Millionen Dollar überwiesen und dafür heimlich 44 Millionen Dollar Schmiergeld kassiert haben. Weil Gribkowsky zu den Vorwürfen schweigt, muss das Gericht zahllose Zeugen vernehmen.