Köln (SID) - Fußball-Bundesligist 1. FC Köln bekommt erst nach der Saison einen neuen Sportdirektor. Das erklärte der neue Präsident Werner Spinner an seinem ersten Arbeitstag vor dem Geißbockheim: "Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass es niemanden hilft, wenn wir in den nächsten zwei Wochen jemanden präsentieren würden", sagte Spinner: "Das würde nur neue Unruhe im Verein bewirken. Wir brauchen jetzt Ruhe und lassen uns deshalb ein bisschen Zeit."

Medien-Berichten zufolge war Hannovers Manager Jörg Schmadtke ein heißer Kandidat auf die Nachfolge des im März entlassenen Volker Finke beim stark abstiegsgefährdeten Tradtionsverein. Schmadtke hatte die Kontakte zu Köln allerdings dementiert: "Ich weiß auch nicht, wer da immer mit meiner Person Politik macht. Das ist total unlauter."

Auch in der Trainerfrage setzt Spinner auf Zeit. Mit Interimstrainer Frank Schaefer, der eine Fortsetzung seiner Tätigkeit über die Saison hinaus immer kategorisch abgelehnt hatte, will Spinner in Ruhe reden: "Wir lassen ihm jetzt Zeit, um die restlichen Spiele zu bestreiten. Dann reden wir über die Zukunft", sagte Spinner und stellte klar: "Auch wenn er sich gegen die Trainerstelle entscheidet: Er wird eine maßgebliche Rolle beim 1. FC Köln spielen."