Maaseik (SID) - Stefan Hübner gehört knapp dreieinhalb Monate nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn wieder zum Aufgebot der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft. Der 36-Jährige hat sich mit der Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) bis Freitag in Maaseik/Belgien auf die Olympia-Qualifikation in der bulgarischen Hauptstadt Sofia (8. bis 13. Mai) vorbereitet. Ab Sonntag will sich Hübner auch beim nächsten Trainingslager in Heidelberg bei Bundestrainer Vital Heynen für einen der zwölf Plätze im Kader empfehlen.

Der 245-malige Nationalspieler hatte seine Karriere Mitte Januar wegen anhaltender Verletzungsprobleme überraschend beendet. Durch die Zusammenarbeit mit dem neuen Athletik-Trainer Fons Vranken schöpfte der Mittelblocker aber wieder neuen Mut. "Es ist gar nichts ausgeschlossen. Jetzt trainiere ich erstmal wieder und dann sehen wir, was passiert", hatte Hübner bereits Anfang des vergangenen Monats beim Pokalfinale in Halle/Westfalen erklärt.

Heynen will am 4. Mai nach den beiden Länderspielen gegen Slowenien seinen Kader für das Turnier in Bulgarien benennen. Sollte der erfahrene Hübner nicht dazu gehören, steht er wie zuletzt als Co-Trainer bereit. Hübner hatte seine Karriere nach den Olympischen Spielen in Peking 2008 schon einmal beendet, machte aber doch weiter. Jetzt erfolgt die zweite Rolle rückwärts.