Dnjepropetrowsk (Ukraine) (SID) - Die Spannungen in der Ukraine, Co-Gastgeber der Fußball-EM (8. Juni bis 1. Juli), haben einen weiteren traurigen Höhepunkt erreicht und erneut große Sicherheitsbedenken für die EM ausgelöst. Am Freitag explodierten in Dnjepropetrowsk, rund 400 Kilometer südöstlich von Kiew, laut Süddeutscher Zeitung innerhalb weniger Minuten mindestens fünf Sprengkörper, dabei sind mindestens 15 Menschen verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft spricht örtlichen Medien zufolge von einem "Terroranschlag". Hintergründe wurden bislang nicht bekannt.

Dnjepropetrowsk, das kein Austragungsort der EM ist, ist die Geburtsstadt der derzeit inhaftierten ehemaligen Ministerpräsidentin Julia Timoschenko. Die schlechte Behandlung der 51-Jährigen, die am Freitag vergangener Woche in einen Hungerstreik getreten war, wurde zuletzt von der Bundesregierung heftig kritisiert. Bundespräsident Joachim Gauck hatte aus Protest seinen Besuch im ukrainischen Jalta abgesagt.