Berlin (dpa) - Der Plakatkünstler Klaus Staeck steht weiterhin an der Spitze der Berliner Akademie der Künste.

Der 74-Jährige wurde bei einer Mitgliederversammlung am Samstag in Berlin als Präsident bestätigt und tritt nun seine dritte Amtszeit an, wie die Akademie mitteilte. Seine Stellvertreterin Nele Hertling (78) wurde ebenfalls für weitere drei Jahre gewählt.

«Auch nach sechs Amtsjahren sind Nele Hertling und ich nicht müde geworden, in dieser Akademie, die letztlich doch ein heterogenes Gebilde, eine Versammlung von Individualisten ist, gemeinsam Ziele zu formulieren, gemeinsame künstlerische Ideen zu verfolgen», erklärte Staeck anschließend.

Die Verpflichtung, «in Staat und Gesellschaft Freiheit und Anspruch der Kunst» zu vertreten, verlange auch Streitbarkeit untereinander, forderte Staeck. Die Vertreter der Akademie müssten sich mehr fragen: «Was ist unser Alleinstellungsmerkmal? Sind wir doch Experten für das Besondere - nicht das Gängige oder gar Gefällige.»

Die Akademie der Künste ist eine internationale Gemeinschaft von Künstlern. Derzeit hat sie 398 Mitglieder. Bei der nicht öffentlichen Mitgliederversammlung wurde der gesamte Senat neu gewählt. Diesem obersten Entscheidungsgremium gehören neben Präsident und Vizepräsident die Direktoren und Stellvertretenden Direktoren der sechs verschiedenen Akademie-Sektionen an.

Gewählt wurden außerdem: - Sektion Bildende Kunst: Wulf Herzogenrath (Direktor) und Birgit Hein (Stellvertretende Direktorin) - Sektion Baukunst: Michael Bräuer (Direktor) und Wilfried Wang (Stellvertretender Direktor) - Sektion Musik: Manos Tsangaris (Direktor) und Enno Poppe (Stellvertretender Direktor) - Sektion Literatur: Ingo Schulze (Direktor) und Ulrich Peltzer (Stellvertretender Direktor) - Sektion Darstellende Kunst: Reinhild Hoffmann (Direktorin) - Sektion Film- und Medienkunst: Jutta Brückner (Direktorin) und Jeanine Meerapfel (Stellvertretende Direktorin)

Aus Anlass des Frühjahrstreffens stand am Abend eine Gedenkveranstaltung für Thomas Langhoff auf dem Programm. Der Theatermacher war am 18. Februar mit 73 Jahren in Berlin gestorben. Bis zu seinem Tod führte er an der Akademie die Sektion Darstellende Kunst. Zudem ist unter dem Motto «Zukunft muss sein» eine Diskussion über die Perspektiven der Kunst und Kulturinstitutionen geplant.