Berlin (dpa) - Der Plakatkünstler Klaus Staeck steht für weitere drei Jahre an der Spitze der Berliner Akademie der Künste. Der 74-Jährige wurde bei einer Mitgliederversammlung am Samstag in Berlin als Präsident bestätigt, wie die Akademie mitteilte.

Seine Stellvertreterin Nele Hertling (78) wurde ebenfalls für weitere drei Jahre gewählt. Beide amtieren seit 2006.

«Auch nach sechs Amtsjahren sind Nele Hertling und ich nicht müde geworden, in dieser Akademie, die letztlich doch ein heterogenes Gebilde, eine Versammlung von Individualisten ist, gemeinsam Ziele zu formulieren, gemeinsame künstlerische Ideen zu verfolgen», erklärte Staeck anschließend.

Die Verpflichtung, «in Staat und Gesellschaft Freiheit und Anspruch der Kunst» zu vertreten, verlange auch Streitbarkeit untereinander, forderte Staeck. Die Vertreter der Akademie müssten sich mehr fragen: «Was ist unser Alleinstellungsmerkmal? Sind wir doch Experten für das Besondere - nicht das Gängige oder gar Gefällige.»

Die Akademie der Künste ist eine internationale Gemeinschaft von Künstlern. Derzeit hat sie 398 Mitglieder. Bei der nicht öffentlichen Mitgliederversammlung wurde der gesamte Senat neu gewählt. Diesem obersten Entscheidungsgremium gehören neben Präsident und Vizepräsident die Direktoren und Stellvertretenden Direktoren der sechs verschiedenen Akademie-Sektionen an.

Am Abend gedachte die Akademie ihres langjährigen Direktors für Darstellende Kunst Thomas Langhoff. Der Theatermacher war am 18. Februar mit 73 Jahren in Berlin gestorben. Bis zu seinem Tod führte er an der Akademie die Sektion Darstellende Kunst. Dabei setzte sich die Akademie auch für eine langfristige Sicherung der renommierten Berliner Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» ein.