Belgrad (dpa) - In Serbien hat die Wahl eines neuen Parlaments und eines neuen Staatsoberhauptes begonnen. Knapp sieben Millionen Bürger entscheiden, welche Parteien auf den 250 Sitzen der Volksvertretung Platz nehmen sollen.

Nach allen Umfragen werden die bisherigen Regierungsparteien unter Führung der Demokraten (DS) des langjährigen Staatschefs Boris Tadic auch in Zukunft das Balkanland steuern.

Die Vorhersagen sagen zwar der oppositionellen Fortschrittspartei (SNS) des einstigen Nationalisten und heutigen Europäers Tomislav Nikolic mit gut 30 Prozent die meisten Stimmen voraus. Doch mangels Koalitionspartnern werde die SNS keine Regierung bilden können.

Für das Amt des Präsidenten kommt es zu einem Zweikampf zwischen Amtsinhaber Tadic und Herausforderer Nikolic. Eine Entscheidung dürfte aber erst in zwei Wochen in einer Stichwahl fallen, da eine absolute Mehrheit für einen der Kandidaten an diesem Sonntag als unwahrscheinlich gilt. Spannend ist auch die Wahl des Bürgermeisters in der Hauptstadt Belgrad. Dort könnte Amtsinhaber Dragan Djilas erneut das Rennen machen.

DS

SNS

Parlament