Belgrad (dpa) - Entgegen allen Befürchtungen ist die Parlaments- und Präsidentenwahl in Serbien am Sonntag auf reges Interesse der Bürger gestoßen. Bis 11.00 Uhr hatten elf Prozent der 6,7 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte die staatliche Wahlkommission (RIK) in Belgrad mit.

Das waren ein Prozent mehr als vor vier Jahren. Wegen der schwersten sozialen und wirtschaftlichen Krise seit 15 Jahren war mit weniger Wählern gerechnet worden.

Eine hohe Wahlbeteiligung nützt nach Ansicht der Wahlforscher den Regierungsparteien, denen auch bei dieser Parlamentswahl ein Sieg vorausgesagt wird. Die Wahl des Staatsoberhauptes dürfte am Sonntag noch nicht entschieden werden, weil nach allen Umfragen kein Kandidat die absolute Mehrheit erhalten wird. In zwei Wochen soll eine Stichwahl die Entscheidung bringen. Dabei werden der langjährige Staatspräsident Boris Tadic und Oppositionsführer Tomislav Nikolic erwartet.

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