«Spiegel»: Bundesregierung will Beobachter nach Syrien schicken

Berlin (dpa) - Deutschland wird sich möglicherweise mit mehreren Soldaten an der UN-Beobachtermission in Syrien beteiligen. Laut Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» will die Bundesregierung bis zu zehn Bundeswehrexperten zur Überwachung der weiterhin brüchigen Waffenruhe in das arabische Land entsenden. Die Entscheidung über eine eventuelle personelle Unterstützung ist laut Auswärtigem Amt aber noch nicht gefallen. Es liefen Gespräche, wie die Beobachtermission unterstützt werden kann, sagte eine Sprecherin der dpa.

USA betrachten Entwicklung in Syrien mit Sorge

Washington (dpa) - Die USA betrachten die Entwicklung in Syrien mit Sorge. Ohne einen echten Wandel im Land werde es kein Ende der Gewalt geben. UN-Beobachter allein seien nicht genug, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Er warnte, das Terrornetzwerk Al-Kaida könnte die unsichere Lage im Land nutzen. Zwar nahm der Sprecher nicht ausdrücklich zum Bericht von Syrien-Sondervermittler Kofi Annan Stellung, der den Ausbruch eines Bürgerkrieges in Syrien befürchtet. Er meinte aber, grundsätzlich sei die Beobachtermission eine gute Idee, die Umsetzung klappe aber nicht.

Timoschenko will Hungerstreik beenden

Kiew (dpa) - Die in Haft erkrankte ukrainische Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko will heute ihren Hungerstreik beenden. Das teilte die Tochter der Oppositionsführerin in Charkow mit. Der Charité-Neurologe Lutz Harms werde ihre Mutter aus dem Hungerstreik herausführen, sagte Jewgenija Timoschenko. Harms werde auch den Transport Timoschenkos aus dem Gefängnis in ein örtliches Krankenhaus begleiten und sie behandeln. Menschenrechtler betonen, dass die Ukraine viele Probleme neben dem Fall Timoschenko habe, etwa mit schwerstkranken Tuberkulose- und Aidspatienten in Gefängnissen.

Friedrich verschärft Drohungen gegen Salafisten

Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hat nach den jüngsten Ausschreitungen die Drohungen gegen die Salafisten verschärft. Deutschland werde sich keine Religionskriege aufzwingen lassen, weder von radikalen Salafisten noch von extremen Parteien, sagte der CSU-Politiker der «Rheinischen Post». Ohne Frage hätten die Salafisten eine ideologische Nähe zum Terrornetzwerk Al-Kaida. Politiker von Union und FDP forderten nach den gewaltsamen Attacken von Salafisten auf Polizisten die Ausweisung militanter Islamisten.

Zeitung: Al-Kaida-Anschlag wurde von Informant vereitelt

Washington (dpa) - Der geplante Bombenanschlag von Al-Kaida auf ein Passagierflugzeug ist laut «New York Times» durch einen «Doppelagenten» vereitelt worden, der in das Terrornetzwerk im Jemen eingeschleust worden ist. Dort habe er sich freiwillig für einen Selbstmordanschlag gemeldet. Stattdessen habe er aber den Jemen verlassen und die Bombe und wichtige Informationen an die CIA und den saudischen Geheimdienst verraten. Laut der Geheimdienstbeamten wollte der Al-Kaida-Ableger im Jemen eine Bombe an Bord eines Flugzeugs Richtung USA schmuggeln.

Sondierungen in Athen gehen weiter

Athen (dpa) - In Athen wird weiter nach einer neuen Regierung gesucht: Der Chef der griechischen Radikalen Linken, Alexis Tsipras, setzt heute seine Sondierungsgespräche fort. Sollte er bis Freitagmittag keine Mehrheit zustande bringen, sind die Sozialisten der Pasok am Zug. Die Pasok war bei den Parlamentswahlen drittstärkste Kraft geworden. Bis Mitte Mai muss Griechenland eine handlungsfähige Regierung haben. FDP-Generalsekretär Patrick Döring sagte der «Bild», wenn sich in Athen keine Regierung der Vernunft bilde, stünden die Chancen für weitere Hilfen der Troika schlecht.

Seehofer feiert Facebook-Party - Ansturm bleibt aus

München (dpa) - Die erste Facebook-Party von CSU-Chef Horst Seehofer hat am Abend mehrere hundert Gäste in die Münchner Nobel-Diskothek P1 gelockt. Der erwartete Ansturm blieb zwar aus, Seehofer zeigte sich aber trotzdem zufrieden. Er freue sich, mit den jungen Leuten reden zu können, sagte er. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt sagte, die Party sei allein schon deshalb erfolgreich, weil sie ein großes Interesse im Netz gefunden habe. Wegen des großen Zuspruchs hatte die CSU die Gästeliste vergangenen Freitag nach 2500 Anmeldungen sperren lassen.