Rudolstadt (dpa) - Die Teilnehmer der PEN-Tagung im thüringischen Rudolstadt haben am heutigen Samstag eine Entscheidung zu fällen: Soll dem Literaturnobelpreisträger Günter Grass nach seinem israelkritischen Gedicht die Ehrenpräsidentschaft aberkannt werden oder nicht?

Die Meinung dazu ist geteilt, wie zwei Anträge von Autoren der Schriftstellervereinigung PEN zeigen. Sowohl die Antragsteller als auch der erkrankte Grass nehmen an der viertägigen Tagung nicht teil. Grass löste im April mit dem Gedicht «Was gesagt werden muss» heftige Diskussionen aus. Er hatte geschrieben, Israel bedrohe als Atommacht den Weltfrieden und könne das iranische Volk mit einem Erstschlag auslöschen. Israel verbot Grass daraufhin die Einreise.

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