Düsseldorf (dpa) - Die Beteiligung an der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen bleibt voraussichtlich ähnlich schwach wie 2010. Zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale hatten nach Angaben der Landeswahlleiterin Helga Bock 52,5 Prozent aller Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Damit lag die Beteiligung zu dieser Zeit fast genauso hoch wie 2010. Vor zwei Jahren lag die Wahlbeteiligung am Ende bei nur 59,3 Prozent. Das war einer der niedrigsten Werte in der Geschichte des Landes.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) gab ihre Stimme am Vormittag in Mülheim ab. Sie unterstrich dabei die bundespolitische Bedeutung der Wahl. «Wenn es für uns gut ausgeht, für Rot-Grün, dann wäre das ein wichtiges Signal auch in Richtung Bundestagswahl», sagte sie. Ihr Herausforderer von der CDU, Bundesumweltminister Norbert Röttgen, sagte bei seiner Stimmabgabe in Königswinter: «Wir haben Wahlkampf gemacht, jetzt entscheiden die Bürgerinnen und Bürger».

Der Landtag hatte sich im März nach nur zwei Jahren aufgelöst, weil die rot-grüne Minderheitsregierung ihren Haushalt für 2012 nicht durch das Parlament bringen konnte. Wegen der gut 13,2 Millionen Wahlberechtigten gilt die Wahl in NRW auch als «kleine Bundestagswahl».

Informationen der Landeswahlleiterin