Athen (dpa) - Die entscheidenden Gespräche zur Bildung einer Regierung im Krisenstaat Griechenland haben begonnen.

Staatspräsident Karolos Papoulias empfing am Sonntag die Vorsitzenden der Konservativen, der Radikallinken und der Sozialisten in seinem Amtsgebäude, wie das Staatsfernsehen (NET) zeigte. Der Chef der konservativen Nea Dimokratia, Antonis Samaras, erklärte vor dem Treffen: «Das Volk hat uns beauftragt, eine Regierung zu bilden, die dafür sorgt, dass das Land im Euroland bleibt.»

Dem Vernehmen nach wird Papoulias versuchen, Konservative, Linksradikale und Sozialisten sowie die kleinere Demokratische Linke zur Bildung einer Koalition zu bewegen. Diese soll sich für den Verbleib Griechenlands im Euroland einsetzen. Papoulias will sich am Nachmittag auch mit allen anderen Parteivorsitzenden einzeln treffen. Scheitert diese Vermittlung, stehen Neuwahlen am 10. oder 17. Juni an.