Athen (dpa) - Der Chef der Linksradikalen, Alexis Tsipras, hat am Sonntag die Bildung einer breiten Koalition in Griechenland abgelehnt.

Konservative, Sozialisten und die Demokratische Linke hätten zusammen 168 Abgeordnete im 300 Sitze umfassenden Parlament und könnten auch ohne seine Partei problemlos regieren, sagte Tsipras in Athen. Ihre Forderung an das Bündnis der Radikalen Linken, unbedingt an dieser Regierung teilzunehmen, sei absurd und «unlogisch».

Zuvor war ein erstes Krisentreffen der großen Parteien unter Leitung von Staatspräsident Karolos Papoulias nach nur eineinhalb Stunden ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Ziel der noch andauernden Verhandlungen ist es, doch noch eine Regierung zu bilden. Kosnervative, Sozialisten und die Demokratische Linke machen eine Koalition von der Beteiligung des Bündnisses der Radikalen Linken (Syriza) abhängig.

Die euroskeptische Partei war aus der Parlamentswahl als zweitstärkste Kraft hinter den Konservativen und vor den Sozialisten hervorgegangen. Tsipras betonte im Fernsehen am Sonntag nochmals, das «barbarische Sparprogramm», zu dem EU und andere internationale Geldgeber Griechenland gezwungen haben, müsse beendet werden.