Dublin (dpa) - Europas größter Billigflieger Ryanair hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz gestiegener Treibstoffkosten einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. In den zwölf Monaten bis Ende März sprang der Überschuss auch dank eines Sondererlöses aus dem Ticketverkauf um die Hälfte auf 560 Millionen Euro, wie das irische Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte.

Auch ohne diesen Sondereffekt steigerte Ryanair den Gewinn stärker als angekündigt und von Analysten erwartet. Wegen der hohen Kerosinpreise sieht die Unternehmensspitze um Vorstandschef Michael O'Leary jedoch schwierigere Zeiten kommen.

Die Gesellschaft könne die Ticketpreise kaum so stark anheben, dass sie die steigenden Ausgaben für Kerosin decken, argumentierte das Management. Im laufenden Geschäftsjahr 2012/2013 dürfte der Überschuss daher auf 400 bis 440 Millionen Euro sinken.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kletterte der Umsatz ohne den Sondererlös um 19 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Im saisonal bedingt schwachen Winterhalbjahr hielt die Gesellschaft die Verluste dadurch in Grenzen, dass sie bis zu 80 ihrer 275 Maschinen am Boden ließ und das Flugangebot kräftig eindampfte.