Sanaa (dpa) - Verheerender Selbstmordanschlag im Zentrum von Sanaa: mindestens 60 Menschen starben, als sich der Attentäter in ihrer Mitte in die Luft sprengte. Hauptsächlich Schüler und Studenten wurden getötet, Dutzende weitere verletzt, bestätigten Sicherheitskräfte in der jemenitischen Hauptstadt.

Die Jugendlichen hatten an einer Probe für die Feierlichkeiten zum jemenitischen Nationalfeiertag am Dienstag teilgenommen. Der Attentäter hatte sich in einer Militäruniform unter die Menge auf einem Platz unweit des Präsidentenpalastes gemischt. Unter der Uniform hatte er den Sprengstoff versteckt.

Am 22. Mai begeht der Jemen den Jahrestag der Vereinigung des republikanischen Nordjemens mit dem sozialistischen Südjemen im Jahr 1990. In diesem Jahr feiert das Land den Vereinigungstag erstmals ohne den Langzeit-Präsidenten Ali Abdullah Salih, der im vergangenen November nach monatelangen, zum Teil blutig unterdrücken Protesten von der Macht zurücktrat. Salih hatte seit 1978 über den Nordjemen und nach 1990 über das vereinigte Land geherrscht.