Belgrad (dpa) - Zeitenwende in Serbien: Völlig unerwartet hat Oppositionsführer Tomislav Nikolic die Präsidentenwahl gewonnen. Der langjährige Amtsinhaber Boris Tadic räumte die Niederlage ein und beglückwünschte seinen Nachfolger. Die Wahlbeteiligung war außergewöhnlich niedrig. Nikolic bemühte sich noch in der Wahlnacht, Zweifel an seinem politischen Kurs zu zerstreuen. Serbien werde nicht vom europäischen Weg abweichen, sagte er. Alle Kommentatoren begründeten den völlig unerwarteten Wahlausgang mit der schweren Wirtschaftskrise im Land.