Belgrad (dpa) - Der neue serbische Staatspräsident Tomislav Nikolic muss komplizierte Verfassungsprobleme lösen, damit er zügig sein Amt antreten kann.

Da vor zwei Wochen erst Parlamentswahlen stattgefunden hatten, könne der 60-jährige bisherige Oppositionsführer seinen Amtseid noch nicht vor der neuen Volksvertretung ablegen, berichtete die Nachrichtenagentur Beta am Montag in Belgrad. Möglicherweise müsse dafür noch einmal das alte Parlament zusammenkommen. Das neue Parlament soll erst am 9. Juni seine Arbeit aufnehmen.

Die völlig überraschende Wahlniederlage des langjährigen bisherigen Staatschef Boris Tadic ist am Sonntag noch deutlicher ausgefallen als ursprünglich berichtet. Der 54-Jährige habe nur 47 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten, errechnete die Wahlforschungsgruppe CeSID am Montag als endgültiges Ergebnis. Sein Herausforderer Nikolic habe 49,7 Prozent erzielt. 3,3 Prozent der abgegebenen Stimmen waren offensichtlich absichtlich und als Protest gegen die Politik insgesamt ungültig gemacht worden.

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