Berlin (dpa) - Im Bundeskanzleramt hat ein Energie-Gipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), mehreren Ministern und den 16 Ministerpräsidenten begonnen.

Auf der Tagesordnung stehen der stockende Stromnetzausbau, die fehlenden Investitionen in neue Gaskraftwerke als Ersatz für die wegfallenden Atomkraftwerke und die drohende Kostensteigerung für die Bürger. Zudem soll über weitere Maßnahmen zum Energiesparen gesprochen werden, etwa im Bereich der Gebäudesanierung. Wird weniger Energie verbraucht, sind auch weniger neue Netze, Windparks und Kraftwerke notwendig.

An dem Spitzentreffen nimmt auch der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) teil, der am Dienstag als Nachfolger von Norbert Röttgen sein Amt angetreten hatte. CDU-Vize Röttgen war von Merkel nach der schweren Wahlniederlage in Nordrhein-Westfalen entlassen worden. Ebenfalls dabei sind Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Bauminister Peter Ramsauer (CSU). Für 13.30 Uhr ist eine Pressekonferenz zu den Ergebnissen angekündigt.

Seit Wochen mehren sich die Äußerungen aus Wirtschaft und Industrie, dass die Energiewende dringend eines klaren Fahrplans und einer besseren Koordinierung bedürfe. Zudem fehlt bisher eine Abstimmung der Energiekonzepte von Bund und Ländern. Hinzu kommt der ungelöste Streit um die Solarförderung, deren Kosten die Bürger über den Strompreis zu zahlen haben. Als ein Modell zur Entlastung der Bürger wird auch über eine Senkung der Stromsteuer nachgedacht.

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