Bagdad (dpa) - Vor der neuen Verhandlungsrunde über das umstrittene iranische Atomprogramm sind internationale Diplomaten in der irakischen Hauptstadt Bagdad eingetroffen. Der Beginn der Gespräche mit den iranischen Unterhändlern werde für den Nachmittag erwartet, sagte ein irakischer Regierungssprecher.

Die internationale Gemeinschaft will die Bemühungen um eine friedliche Lösung des Atomstreits mit dem Iran fortsetzen. Vertreter der 5+1-Gruppe (China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA - sowie Deutschland) wollen bei dem Treffen an den als positiv bezeichneten Start neuer Gespräche vor gut fünf Wochen in Istanbul anknüpfen.

Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms an Atomwaffen zu arbeiten. Die Führung in Teheran bestreitet das. Israel hat mehrfach indirekt mit Militärschlägen auf iranische Atomanlagen gedroht.

Unmittelbar vor der neuen Verhandlungsrunde hatte der Iran Zugeständnisse signalisiert. Teheran erklärte sich bereit, eine Vereinbarung zur genaueren Überprüfung seines Atomprogramms durch die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA zu unterzeichnen. Im Gegenzug fordert die iranische Führung, dass der Westen Sanktionen aufhebt.

IAEA-Bericht