Frankfurt/Main (dpa) - Insgesamt 16 Zeugen sind am Freitag in Frankfurt am Main zur Verhandlung des DFB-Bundesgerichts zum Düsseldorfer Fußball-Relegationsspiel geladen worden.

Aufseiten von Hertha BSC waren dies unter anderen Chefcoach Otto Rehhagel, bei Fortuna Düsseldorf unter anderen Physiotherapeut Jan Speckenbach.

Um 12.52 Uhr lud der Vorsitzende Richter Goetz Eilers als ersten Zeugen von DFB-Seite Schiedsrichter Wolfgang Stark. Der Referee aus Ergolding erläuterte wie auch schon bei der Verhandlung vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) die Vorkommnisse rund um das chaotisch zu Ende gegangene Rückspiel um den Bundesligaaufstieg. Nach rund einer Stunde wurde er wieder entlassen.

Die Berliner wollen im Laufe der Sitzung Video- und Bild-Aufnahmen als Beweise vorbringen. Diese wurden vor dem Sportgericht nicht zugelassen. Angesichts der erwarteten Fülle von möglichem neuen Beweismaterial und der Menge der Zeugen rechnen Prozessbeobachter mit einer langen Sitzung in der Zentrale des DFB.

Bei der Partie am 15. Mai war es in der Nachspielzeit zu chaotischen Szenen gekommen, als Anhänger des Zweitliga-Dritten aus Düsseldorf schon vor Abpfiff auf das Spielfeld stürmten. Das DFB-Sportgericht hatte in erster Instanz den Einspruch von Hertha gegen die Wertung der Partie abgewiesen. Bestätigt auch das Bundesgericht das 2:2, ist Hertha nach nur einem Jahr Bundesliga wieder abgestiegen. Die Berliner können aber als nächste Instanz noch das Ständige Schiedsgericht für Vereine und Kapitalgesellschaften der Lizenzligen anrufen.