Frankfurt/Main (dpa) - Das chaotisch geendete Bundesliga- Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC wird nicht wiederholt. Das teilte das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main mit.

Die Kammer wies nach mehr als zehnstündiger Verhandlung die Berufung der Berliner gegen das Urteil des DFB-Sportgerichts vom vergangenen Montag zurück. Düsseldorf ist damit als Aufsteiger in die Bundesliga bestätigt. Die Berliner haben allerdings noch die Möglichkeit, vor das Ständige Schiedsgericht zu ziehen. Vor dem DFB-Bundesgericht wurden elf Zeugen gehört, darunter Schiedsrichter Wolfgang Stark und Hertha-Trainer Otto Rehhagel.

Das DFB-Sportgericht hatte in erster Instanz den Einspruch von Hertha gegen die Wertung der Partie abgewiesen. Bei dem Spiel am 15. Mai waren in der Nachspielzeit Anhänger des Zweitliga-Dritten aus Düsseldorf schon vor Abpfiff auf das Spielfeld gestürmt. Referee Stark hatte die Partie deshalb für 21 Minuten unterbrochen.

Gegen beide Vereine, die Berliner Profis Lewan Kobiaschwili, Christian Lell, Thomas Kraft und André Mijatovic sowie Fortunas Andreas Lambertz ermittelt der DFB-Kontrollausschuss. Hertha muss mit einer Geldstrafe rechnen, weil Fans Bengalos aufs Spielfeld geworfen hatten. Düsseldorf droht wegen des Platzsturms sogar ein Geisterspiel oder eine Platzsperre.