Berggruen interessiert sich für Schlecker - Gläubiger beraten

Ehingen (dpa) - Tausende Schlecker-Beschäftigte hoffen auf eine Rettung in letzter Sekunde. Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen ist an der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker interessiert. Die größten Schlecker-Gläubiger berieten am Freitag unterdessen über die Zukunft des Unternehmens. Ein Sprecher der Nicolas Berggruen Holdings GmbH bestätigte am Freitag der Nachrichtenagentur dpa, dass das Unternehmen Gespräche mit dem Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz geführt habe. Konsumklima dank Konjunktur stabil - Schuldenkrise wird ausgeblendet

Nürnberg (dpa) - Die Verbraucher in Deutschland zeigen sich von der Schuldenkrise unbeeindruckt und schätzen die aktuelle Lage wesentlich optimistischer ein als die Unternehmen. «Trotz rezessiver Tendenzen in Europa sowie der steigenden Verunsicherung durch die Schuldenkrise sehen die Bundesbürger die deutsche Wirtschaft weiter im Aufschwung», teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Freitag in Nürnberg mit. Im Gegensatz dazu sei die Wirtschaft selbst deutlich zurückhaltender, wie der gesunkene ifo-Geschäftsklimaindex zeige. Die Stimmung in den Unternehmen war am Vortag überraschend auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahr gefallen.

Ökonomen und Bundesbank warnen vor neuen Schulden für Wachstum

Frankfurt/Main (dpa) - In Deutschland wächst der Widerstand gegen neue Schulden zum Ankurbeln der Konjunktur in Europa. «Ich glaube nicht, dass man damit Erfolg haben kann, die Schuldenkrise mit noch mehr Schulden zu lösen», sagte Bundesbank-Präsident Jens Weidmann der französischen Tageszeitung «Le Monde» (Samstag). Stabiles Wachstum sei nur durch Strukturreformen erreichbar. Das sei eine tragende Säule in allen verabredeten Reformpaketen mit den Euro-Krisenländern. «Die wahre Debatte ist doch, was ist der richtige Weg zu anhaltendem Wachstum», sagte Weidmann.

Eine Woche danach: Facebook-Aktie steckt im Keller fest =

New York (dpa) - Genau eine Woche nach dem Facebook-Börsengang sitzen die Anleger der ersten Stunde weiterhin auf hohen Verlusten. Zum Handelsbeginn am Freitag kostete das Papier in New York 32,75 Dollar. Das waren 0,85 Prozent weniger als der Schlusskurs vom Vortag und knapp 14 Prozent weniger als der Ausgabekurs von 38 Dollar. Das boomende Soziale Netzwerk mit seinen mehr als 900 Millionen Mitgliedern hat damit einen der übelsten Börsengänge der vergangenen Jahre hingelegt.

Apple-Chef schlägt 75 Millionen Dollar aus =

Cupertino (dpa) - Apple-Chef Tim Cook verzichtet auf 75 Millionen Dollar (57 Mio Euro) an Dividenden, die ihm in den kommenden Jahren zustünden. «Auf Herrn Cooks eigenen Wunsch hin» sei er von den Zahlungen ausgenommen worden, erklärte Apple am späten Donnerstag (Ortszeit) in einer Börsenmitteilung. Der erfolgreiche iPhone- und iPad-Hersteller wird ab dem Sommer wieder eine Dividende von 2,65 Dollar im Quartal zahlen. Von dieser Ausschüttung sollen nach dem Willen des Managements auch Mitarbeiter profitieren, denen als Teil ihres Gehalts Apple-Aktien versprochen wurden - sogenannte Restricted Stock Units.

Evonik-Eigner kündigen offiziell Börsengang an =

Essen (dpa) - Der Chemiekonzern Evonik wagt trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten den Sprung an die Börse. Die Eigner des Essener Unternehmens haben am Freitag offiziell den Börsengang angekündigt. Gemeinsam mit Aufsichtsrat und Vorstand von Evonik planen RAG-Stiftung und der Finanzinvestor CVC Capital Partners den ersten Handelstag «noch vor der Sommerpause», hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Ein genauer Termin wurde auch auf Nachfrage nicht genannt. IG Metall: Opel hat Führungsproblem - kein Kostenproblem =

Frankfurt/Main (dpa) - Im Streit um die Sanierung des kriselnden Autobauers Opel werfen IG Metall und Betriebsrat dem Management Unfähigkeit vor. «Opel hat im Kern nicht ein Kosten-, sondern ein Führungsproblem», wettert der Leiter des IG Metall-Bezirks Frankfurt und Opel-Aufsichtsratsmitglied Armin Schild. Das Management der US-Mutter General Motors (GM) setze auf Erpressung statt auf eine Gesamtstrategie und spiele die Standorte gegeneinander aus.

Dax taucht wegen Schuldensorgen ins Minus ab =

Frankfurt/Main (dpa) - Die weiter schwelende Schuldenkrise hat dem deutschen Aktienmarkt am Freitag den Wind aus den Segeln genommen. Nach Händlerangaben sind die Sorgen um die Eurozone nach einem lange Zeit freundlichen Handelsverlauf bis zuletzt wieder in den Vordergrund gerückt. Entsprechend war der Dax am Nachmittag mit 0,33 Prozent und 6295 Punkten ins Minus abgetaucht, nachdem er im Laufe des Morgens von Wirtschaftsdaten aus der Eurozone profitiert hatte. Auf Wochensicht deutet sich mittlerweile ein kleiner Verlust an. Der MDax sank am Freitag um 0,77 Prozent auf 10 153 Punkte, und der TecDax verlor 0,27 Prozent auf 750 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2546 (Donnerstag: 1,2557) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7971 (0,7964) Euro.