Debrecen (dpa) - Brustschwimmerin Sarah Poewe hat bei den Europameisterschaften in Ungarn ihre zweite Medaille gewonnen. Nach dem EM-Titel über 100 Meter sicherte sich die Wuppertalerin in Debrecen Platz drei über 200 Meter.

Poewe schlug nach 2:27,80 Minuten an. Der Sieg ging an die Schwedin Sara Nordenstam in 2:26,91 vor Irina Nowikowa aus Russland. Es war die elfte EM-Medaille für die deutschen Schwimmer in Debrecen und die erste in dieser Disziplin seit Silber von Anne Poleska vor zehn Jahren.

Freistilsprinter Marco Di Carli belegte über 100 Meter Platz sechs und verfehlte die Olympia-Norm erneut. Der Frankfurter blieb im Finale in 49,18 Sekunden klar über der geforderten Zeit von 48,49. Europameister wurde der Italiener Filippo Magnini in 48,77 Sekunden vor Titelverteidiger Alain Bernard aus Frankreich. Bronze ging an Norbert Trandafir aus Rumänien. Di Carli darf bei Olympia aber zumindest auf einen Staffel-Einsatz hoffen.

Silke Lippok zog in den Endlauf über 200 Meter Freistil ein. Die Kurzbahn-Europameisterin gewann in 1:59,07 Minuten ihren Vorlauf und war insgesamt die viertbeste Schwimmerin. Am schnellsten war Titelverteidigerin und Olympiasiegerin Federica Pellegrini. Die Italienerin benötigte 1:57,81. Für Lisa Vitting, die während der EM gesundheitliche Probleme hatte, war im Halbfinale nach 2:01,82 die Endstation.

Lippok hatte bei den deutschen Meisterschaften in Berlin und im Staffel-Rennen in Ungarn die Olympia-Norm von 1:57,83 unterboten. Sie darf daher bereits für London planen.

Philip Heintz verpasste dagegen das Finale über 100 Meter Schmetterling. Der Mannheimer schlug im Halbfinale nach 52,91 Sekunden an - das reichte insgesamt zu Platz elf. Als Schnellster geht der Ungar Laszlo Cseh nach seinen 51,95 Sekunden das Finale in Debrecen an. Cseh könnte am Samstag sein drittes Gold in Ungarn holen.